243) Monumentale Deckelvase mit Weichmalerei von P. Miethe für die Weltausstellung Paris 1900

KPM Berlin für die Pariser Weltausstellung im Jahre 1900. Top Objekt!

  • Titel: „Deckelvase mit Puttenhenkeln, mit Schilf und Blumen verziert, der Putto auf dem Deckel ein Schild haltend“
  • Manufaktur: KPM Berlin um 1900 
  • Modelljahr:  Erstausformung 1891
  • Modell-Nr.: 3607, Modellmeister Alexander Kips, von Hinke modelliert
  • Signatur: In der Malerei rechts unten signiert „P. Miethe, fec. 1900“
  • Staffierung: Polychrome Aufglasurbemalung, Reliefgold
  • Marke: Unterglasurblaue Zeptermarke, aufglasurroter Reichsapfel, gepresst „3607“, in gold „73“ für Karl Haube, 1886–1927 an der Manufaktur tätig
  • Beschreibung: Porzellan weiss, glasiert, Wandungen mit feinen und breiten Goldrändern, Deckel mit einem Knaben in römischer Rüstung einen großen Schild haltend. Seitlich auf Rocaillenhenkeln sitzend zwei gleichartige Knaben mit ausgestreckten Armen. Beide Schauseiten mit grossartiger Weichmalerei, auf der einen prachtvolle farbige Blumen, Früchte und Weintrauben, auf der anderen Kürbis, aufgeschnittene Melone und Weintrauben mit Weinlaubranken im impressionistischem Stil. Der Fuss mit Metallreifen und Dorn zum Aufsetzen der Vase
  • Masse: Gesamthöhe 125 cm, Breite ca. 69 cm
  • Literatur: F. Dietz, „Blühende Zeit der KPM, die Weichmalerei auf Berliner Porzellan“
  • Die vorliegende Vase ist zu sehen auf der historischen Aufnahme des KPM Ausstellungsstandes auf der Weltausstellung in Paris 1900. Diese außergewöhnlich große und imposante Vase mit Deckel und drei Knaben in römischer Rüstung ist wohl ein Einzelexemplar 
  • Zustand: Blüten min. bestossen und restauriert sonst perfekter Zustand

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Meißener Porzellan ist Porzellan aus der ersten europäischen und im 18. Jahrhundert lange Zeit führenden Manufaktur, die von ihrer Gründung bis zum Jahr 1863 auf der Albrechtsburg in Meißen, dann in einem eigenen Werk produzierte. Zum Symbol für die Manufaktur sind die gekreuzten Schwerter geworden. Die Schwertermarke hatte sich ab 1731, als alle Porzellane aus Meißen mit einer Marke versehen sein mussten, gegen die AR-Marke („Augustus Rex“) und denMerkurstab durchgesetzt. Zur Kennzeichnung qualitativ nur bedingt brauchbarer Ware, aber auch zur Kennzeichnung sogenannter Weißware werden nach der Glasur an den Schwertermarken Schleifstriche angebracht. Die ersten Markierungen dieser Art sind auf Teilen aus der Zeit um 1764 zu finden.